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Faro: 15 Jahre, Araber-WB-Mix. Faro hat ein schönes Leben, denn er lebt am Haus seiner Familie mit einem Pony zur Gesellschaft und wird bestens gepflegt und umsorgt. Sein Problem liegt in seinem Rücken und somit auch beim Sattel. Der Rücken „hängt durch“! ich bin aber vorsichtig mit dem Begriff Senkrücken. Seine gesamte Gesundheit ist jetzt im Herbst ins Wanken geraten, was ich auf akuten Bewegungsmangel (daher auch der zu tiefe Rücken) und somit einem Mangel an Kondition sehe. Faro ist gut ausgebildet und kennt Bodenarbeit. Er arbeite gut und fein an der Hand, liest Körpersprache und Signale blitzschnell. Unter dem Sattel finde ich, er ist im Schritt nicht engagiert genug (Hinterhand) und im Trab zu schnell (davonlaufen) und hinter der Hand. Auch hier ist mein erstes Mittel die Gymnastik an der Hand, um seine Hinterhand aktiv zu machen und somit den Rücken zu stärken. Bei der Arbeit über Bodenstangen wird deutlich, wie schwer es Faro fällt seinen Rücken und seine Hinterhand an- und unter den Körper zu heben. Parallel zur Arbeit in der Bahn gehen wir in jeder Einheit hinaus ins Gelände, damit er in längeren Schritt- und Trabsequenzen einerseits Kondition aufbaut und andererseits den Schub mit der Hinterhand wieder lernt und aktiviert. Training 2x pro Woche. King: Traberwallach, 5 Jahre. Er wurde „eingebrochen“, wie das Starten eines Pferdes auf der Rennbahn heute noch immer genannt wird. Kurz ist er auch Rennen gegangen, bevor er privat gekauft wurde. Zu King werde ich gerufen, da er beim Reiten buckelt und da er eine Ausbildung braucht. Zunächst mache ich mich mit dem für mich fremden Pferd bekannt, indem ich ihn mir bei der Bodenarbeit ansehe. Dabei erkenne ich, wie weit seine Ausbildung, Geschicklichkeit und seine Bereitschaft zur Mitarbeit gehen. In King entdecke ich ein von Alter und Ausbildungsstand her, sehr junges und dadurch noch unsicheres Pferd. Er scheint mir auch in seinen Reaktionen sehr vorsichtig zu sein, da er ungewiss ist, ob er dem Menschen, der ihn da führt vertrauen kann. An der Longe geht er viel zu schnell, er läuft mehr davon, als dass er läuft im Sinne von Schwung und Leichtigkeit. Es kommt also nach einigen vorbereitenden Übungen der Moment, wo ich mich zum ersten Mal in den Sattel setze und King reite. Er reagiert sehr, sehr leicht und ich habe das Gefühl, unsere Kommunikation funktioniert, so wie zuvor auch schon bei der Handarbeit. Beim ersten Versuch einen Übergang in den Trab zu reiten, bemerke ich sein zögern, wie eine große Unruhe. Ich nehme an, das ist der Punkt, an dem King buckeln würde, würde der Reiter jetzt zu viel Druck ausüben. So tasten wir uns behutsam an den ersten Trab heran, der auch bald entsteht, ohne Aufregung, sondern ganz gelassen. So arbeite ich mit King weiter. Sein Trab kommt jetzt immer willig und spontan nach der leisesten Aufforderung von mir. Noch zwei Mal wird King von anderen Personen geritten, die leider wieder unfreiwillig absteigen. Nun ist er fix bei mir in Ausbildung 2x pro Woche. King entwickelt sich gut und wird mit der Zeit stabiler und selbstsicherer werden. Shakira: Warmblutstute, mit Kaltblutanteilen, ca. 9 Jahre, sehr verläßlich und ruhig. Shakira ist sehr langsam und reagiert wenig bis garnicht auf Hilfen vom Reiter. Sie hat wenig Kondition und galoppiert kaum. Sie wirkt unbeteiligt und abgestumpft. Der Plan: Shakira wird eine Stunde pro Woche von mir trainiert werden, bzw. die Besitzerin erhält auf ihr Unterricht. Da die Stute wenig Kondition hat und sich nicht gerne bewegt, besteht mein erstes Ziel darin, sie gleichmäßig und konsequent zu arbeiten, mit vielen Übergängen. Sobald das verbesserte Vorwärts der Stute vorhanden war, nahm ich die Bodenarbeit an der Hand mit in ihr Trainingsprogramm auf. Zum Beispiel Seitengänge, Rückwärtsrichten und aus dem Rückwärts fleißig antreten. Shakira wurde frischer und arbeitete nach einigen Stunden endlich auch willig und munter mit. Später kam die Galopparbeit in kleinen, kurzen Einheiten hinzu. Ein Jahr später ist die Stute nicht mehr die selbe, sie geht fleißig, liebt ihre "Arbeit" und ist leicht und fein zu reiten. Sie verfügt heute über eine gute Kondition und die Bodenarbeit gehört für sie vor jedem Reiten dazu. Nasti: Russische Vollblutaraberstute, 4 Jahre, angeritten, noch unkonzentriert, wenig ausbalanciert, oft stürmisch. Der Plan: 2x pro Woche Aufbautraining und Grundschule. Die Stute ist mit ihren 4 Jahren noch sehr jung, aber sehr brav, gelehrig und unglaublich bemüht alles richtig zu machen! Sie ist ein Schatz! Sie erhält ein solides Aufbautraining an der Hand, an der Longe und unter dem Sattel. Sie ist geschickt und versteht schnell. An der Longe ist sie anfangs hektisch, das heißt viel zu eilig und aufgeregt. Durch die Verkleinerung des Zirkels, wird sie ruhiger und lernt dann schnell worum es geht. An der Hand lasse ich sie auf Kommando antreten und halten, rückwärts gehen und seitwärts übertreten. Hierbei trainiert sie ihre Geschicklichkeit und den Gehorsamkeit gleichzeitig. Fürs Hufegeben braucht Nasti diese Übungen ganz dringend, denn dabei ist sie noch sehr unwillig und ungeduldig. Unter dem Sattel ist Nasti natürlich noch unbalanciert, darum geht sie regelmäßig ins Gelände mit mir. Da Nasti schnell lernt, empfehle ich nach einem Jahr Training, sie noch einmal auf die Weide zu entlassen und ihr mindestens ein bis zwei Monate Ferien zu gönnen. Sie ist noch immer ein sehr junges Pferd und man muss bedenken, die Araber reifen langsam, es ist gut ihnen Zeit zu geben! Rebecca: Warmblutstute, 21Jahre, Lässt sich nicht einfangen, reißt sich beim Führen los, will den Hof nicht verlassen zum Ausreiten, geht nur schleppend rückwärts. Sie ist ihrem Alter entsprechend körperlich schon etwas steif. Der Plan: 1x pro Woche Bodenarbeit für Geschicklichkeit und Gehorsam Rebecca ist schon eine alternde Dame und eine, die weiß was sie will und vor allem -- was sie nicht will!! Dazu gehört zum Beispiel, nicht mitgehen wollen von der Weide. Sie lässt sich erst garnicht einfangen, oder aber man kann sie fangen, aber sie reißt sich dann ganz plötzlich und kräftig los und stürmt davon. Wir, die Besitzerin und ich, beginnen also mit der Arbeit an der Hand! Wir führen Rebecca zur Sicherheit mit Kappzaum und langem Seil. Die Stute und ihre Besitzerin lernen die Führpositionen klar einzunehmen und vor allem, beizubehalten. Damit sind wir bald schon einen großen Schritt weiter. Natürlich erarbeiten wir auch Gymnastik und Gehorsam an der Hand. Rebecca wird sicher zu führen und wird auf ihre alten Tage körperlich sogar noch geschmeidiger. Der Rücken bekommt mehr Muskulatur und die Sattellage verbessert sich schon nach kurzer Zeit sichtbar. Das Losreißen und das Nichtfangenlassen ist heute ganz verschwunden! Artreju: ein goldener Achaltekkiner, 4 Jahre, braucht eine "Grundschule" und einen Ausgleich zu seinem Distanztraining. Der Große, Lange, Blonde! Er ist der geborener Läufer. Er scheint von Natur aus mit Kondition ausgestattet zu sein, erstaunlich! Ich bekomme ihn für seine Dressurausbildung anvertraut. Artreju tut sich am Anfang schwer mit seiner verordneten Gymnastik. Er ist im Rücken eher lang und er hat lange Beine. Das Biegen und Beugen ist nicht unbedingt nach seinem Geschmack. Aber, er ist gescheit und unheimlich lernwillig! So macht er schnell seine Fortschritte. Am Galopp arbeiten wir immer wieder in kurzen Einheiten (mit Außenstellung), denn das Anspringen mit dem richtigen Bein fällt ihm schwer. In den Seitengängen soll seine Hinterhand gestärkt werden! Das lange und schnelle Geradeausgehen bei den Distanzritten macht ihn steif und er läuft wie auf Schienen. Da tun ihm die Gymnastik und Dressur sehr gut und erhalten ihn gesund. Diese Aufzählung mit Pferden, ließe sich noch lange weiter führen. Da waren noch Mimi, Luci, Lady und einige mehr, aber ich fürchte, das würden hier den Rahmen sprengen.
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